Wir erleben eine tiefgreifende globale Menschenrechtskrise. Maßgeblich verantwortlich dafür sind Regierungen weltweit, die zunehmend autoritär handeln und systematisch Menschenrechte und die internationale Rechtsordnung infrage stellen. Zu diesem Schluss kommt Amnesty International in dem aktuellen Amnesty Report 2025/26 für das Jahr 2025.
Der Amnesty International Report 2025/26 dokumentiert die weltweite Lage der Menschenrechte in 144 Staaten.
Ukraine: Die russischen Streitkräfte verübten 2025 weiterhin wahllose Angriffe auf die Ukraine, beschädigten wichtige zivile Infrastruktur und griffen offenbar auch gezielt Zivilpersonen an. In den von Russland besetzten Gebieten wurde die nichtrussische Bevölkerung weiterhin unterdrückt, und ukrainische Kriegsgefangene sowie inhaftierte Zivilpersonen wurden gefoltert, waren ohne Kontakt zur Außenwelt inhaftiert oder fielen dem Verschwindenlassen zum Opfer. Investigativjournalist*innen berichteten, dass sie in der Ukraine gezielten Verleumdungskampagnen ausgesetzt waren. Das Recht auf Religionsfreiheit war eingeschränkt. Militärdienstverweigerer konnten keinen Ersatzdienst leisten und wurden strafrechtlich verfolgt. Die Strafverfolgung wegen „Kollaboration“ warf Fragen hinsichtlich fairer Verfahren auf.
Das Ukraine-Kapitel des Reports auf Deutsch finden Sie hier sowie auf Englisch hier.
Die Menschenrechtslage auf der Krim wird im Ukraine-Kapitel in der Rubrik „Russisch besetzte Gebiete“ dargestellt.